Wasserburg Klein Markow
Rekonstruierte Turmhügelburg Lütjenburg
So könnte die Lokator-Burg am Ortseingang von Klein Markow ausgesehen haben. (Wiki common)
Im 13. Jahrhundert stand am Ortseingang von Klein Markow eine kleine Burganlage, die von einem Angehörigen des niederen Adels errichtet wurde, der als Lokator eine Gruppe von Einwanderern anführte. Diese Burg lag in natürlicher Schutzlage am einzigen Übergang über das Moor. Sie bestand aus einem Wassergraben, der von der Peene gefüllt wurde, und einem aufgeschütteten Hügel, auf dem ein turmartiges Gebäude stand.
Turmhügelburg
nach einer Zeichnng aus dem Mittelalter. Abb. aus: Vorgeschichte Niedersachsens (1999)
Die Reste einer andern Turmhügelburg stehen bei Karstorf. Das Unergeschoß dort war wahrscheinlich aus Feldsteinen errichtet und besaß weder Fenster noch Türen, um angreifern keine Schwachstellen zu bieten. Das Obergeschoß bestand aus Fachwerk. Hier befand sich auch der Zugang, der nur über eine Leiter zu erreichen war. Bei Gefahr ließ sich die Leiter schnell einziehen, so dass der Turm mit einer relativ kleinen Mannschaft gut verteidigt werden konnte.
Die Hügel im Inneren der Wasserburg Klein Markow trugen hölzerne Wohn- und Wirtschaftshäuser. Das doppelte Wallsystem war mit angespitzten Pfählen bestückt. Noch heute sind der weite Wassergraben und - am nach Klenz gerichteten Teil - die Geländereste einer Zugbrücke gut erkennbar.
Turmhügel mit Wallanlage
Residenz des Lokators

